Persönlich - mein stilvoller Anwalt & ich

photo: Fabienne Steffen
photo: Fabienne Steffen

"Persönlichkeit" mit Stil

«Persönlichkeit mit Stil» - verkürzen wir das mal und lassen das «keit» weg und werden somit persönlich. Warum? Weil sich die meisten von uns für Persönliches, das was dahinter oder drinnen steckt interessieren. Mich erstaunt nur, dass einige Menschen glauben, andere zu kennen und das dann noch weiter erzählen. Also ich erlebe das immer wieder mal, dass Menschen (mir zum Teil unbekannt) mehr über mich wissen als ich über mich selbst, spannend. Wenn mir die Lästerei zu sehr auf den Kecks geht, esse ich ein «Güezi» und denke mir «I love to entertain you». So oft höre ich - "ah, den mag ich nicht oder oh, die ist doof." Und wenn ich frage: "Ah, du kennst sie oder ihn?" Und dann höre: "Nein, aber ich habe gelesen oder gehört." Wie wäre es mal damit, sich selbst ein eigenes Bild von einer Person zu machen, eben persönlich. Wir sind nicht nur unsere Arbeit, unsere Position oder unser Titel. Der Blick "backstage" lohnt sich, wenn man jemanden wirklich kennen lernen möchte, respektive wirkliches Interesse an einer Persönlichkeit hat. Wir sind alle verschieden, so wie die Geschmäcker verschieden sind. Das ist nicht gut oder schlecht, richtige oder falsch, sondern einfach verschieden. Darüber gebe ich immer wieder Referate oder Seminare, denn wir sind alle verschieden und wir sollten uns anhand von Äusserlichkeiten nicht zu einem Schubladendenken animieren lassen. Sondern es eben einmal «anders» betrachten, von einer anderen Perspektive aus ansehen.

 

Bei einem persönlichen Gespräch entsteht Raum und Zeit für so etwas Wertvolles, wie zusammen persönlich sprechen. So wie ich es kürzlich wieder erleben durfte: Mein Anwalt hat mir einen guten Input gegeben. Wenn er für eine Einstellung in seiner Anwaltskanzlei zwei gleichqualifizierte Personen hat, fragt er nach einer Leidenschaft, einem intensiven Hobby – also nach etwas Persönlichem. Und er stellt diese Person ein, die interessiert ist für etwas, mit Hingabe etwas pflegt, seien es nur wie er lustig gesagt hat «die Sammlung getrockneter Ameisen» (bitte nicht nachmachen). "Diese Menschen brennen für etwas und sind zu begeistern, sie leben.» Treffende Aussage, die hat mich nicht mehr losgelassen. Sind wir nicht alle interessiert daran, gesehen und wahrgenommen zu werden. Nicht nur die Aussenfassade, in die wir so viel Plfege stecken und den Lack polieren etc. Wollen wir nicht alle auch als Person gesehen werden und eben menschlich anerkannt werden. Es zählt nicht immer nur die Leistung. Um persönlich zu sein, dazu braucht es Mut. Den Mut, sich zu öffnen, sich ein Stück weit zu zeigen und etwas preiszugeben. Ja, das macht angreifbar. Ich erlebe das immer wieder. So what! Krönchen richten und weiter gehen.

 

Und jetzt nochmals zurück zu meinem stilvollen Anwalt:

Wie er von seinem Jacket erzählt hat, eine Story für sich. Mit einer Hingabe über Machart, Stoff und Tragekomfort etc. Abgerundet in einem stimmigen Bild, wo selbst die Schuhe und der Gürtel in passendem Grün aufeinander abgestimmt wurden. Einfach schön anzuschauen. Er trug es mit einer Würde, einfach weil er sich darin wohl fühlt, es wertschätzt und darin wohnt. Ich lausche immer wieder gespannt seinen Erzählungen über seine Leidenschaft für Ästhetik, Formen und Farben. Ja, Anwälte können eben persönlich auch anders als das Klischee vielleicht besagt (etwas was jede Berufsgattung hat). Ich kann es mir (noch) nicht leisten in dieser Qualität und nach Mass Kleidung schneidern zu lassen. Aber ich achte zum Beispiel darauf, wenn ich einkaufe, mein Investment nicht in das Label (dieses kleine Zetteli in der Innenseite) zu geben, sondern in gute Stoffe, die mich umschmeicheln und eine gewisse Qualität aufweisen. So lasse ich lieber Lyocell oder Leinen, anstatt Polyester auf meine Haut. Diese Stoffe sind auch atmungsaktiver und somit sehr hilfreich im Sommer. Das gibt es auch für "massgeschneiderte" Budgets.

 

Oder selber nähen (wie aktuell die Gesichtsmasken), Maschine und Faden habe ich. Tja, nur der Geduldsfaden für Näharbeiten ist mir gerissen. Habe einsehen müssen, dass ich hier nicht meine Hauptbegabung habe. Ich wollte immer Modedesign studieren. Zeichnen und wie es aussehen soll, das weiss ich. Aber das dann nähen...hmmm… So überlasse ich das lieber den Profis, jedem sein Handwerk oder seine Berufung.

 

Herzlich, Fabienne

 

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